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<title>mein-lesezeichen</title>
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<copyright>&#xA9; 2011 SBS - Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte</copyright>
<itunes:subtitle>Die Podcastreihe der SBS - Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte</itunes:subtitle>
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<itunes:summary>Abenteurer, Entdecker &amp; Erfinder</itunes:summary>
<description>Die Podcastreihe der SBS - Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte</description>
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<title>Das Cornflakes-Frühstück von Stephen van Dulken</title>
<itunes:author>Stephen van Dulken</itunes:author>
<itunes:subtitle>Abenteurer, Entdecker &amp; Erfinder</itunes:subtitle>
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<![CDATA[<h2>Abenteurer, Entdecker &amp; Erfinder</h2>
<h3>Podcast Nr. 9, Februar 2012</h3>
<img src="http://www.sbs.ch/uploads/pics/12-02_Cornflakes_01.jpg" width="600" height="360" alt="Stephen van Dulken - Das Cornflakes-Frühstück" title="">
<h2>"Das Cornflakes-Frühstück von Stephen van Dulken</h2>
<p> </p>
<p>Gelesen von: Silke Geertz
</p>
<p>Dauer: 6min 28sec
</p>
<p><a href="http://www.sbs.ch/mein-lesezeichen/abenteurer_09.mp3" target="_blank">Download</a> (3.70 MB)</p>


<p> 
</p>
<p><strong>DAS CORNFLAKES-FRÜHSTÜCK</strong><br>
Angesichts der Tatsache, dass Kinder die prägendste Phase ihres Lebens in Lauerstellung verbringen, ist es doch erstaunlich, dass sie trotzdem irgendwann den aufrechten Gang erwerben, finden Sie nicht, liebe Erziehungsberechtigte? Ich weiss ja nicht, wie das damals bei Ihnen war. Bei uns, jedenfalls, sass die Familie sonntagmorgens um den Esstisch und wir drei Kinder kauerten auf unseren Stühlen und lauerten abwechslungsweise darauf, wer unter schauderhaften Geräuschen den letzten Rest Nougatmasse aus dem Nutellaglas kratzte, wer den letzten Schokostaub aus der Nesquickdose klopfte oder in wessen Frühstücksschüssel das letzte Cornflake aus den unendlichen Weiten der Kelloggsschachtel segelte. Da die letzten die ersten sein werden, so unsere katechismusgeschulten Eltern, wurde demjenigen Sprössling, der sich aufopferungsvoll um die kindgerechten Lebensmittelreste bemüht hatte, die Ehre zuteil, das von Mutti feierlich aus der Küche geholte, brandneue Nutellaglas unter den neidvollen Geschwisteraugen langsam und genüsslich aufzuschrauben, vorsichtig die Versiegelung mit dem Messer aufzuritzen und abzupulen und schliesslich das Messer ins butterzarte Nougat zu versenken, in dem noch keine Butterreste, Brotkrumen oder unidentifizierbare Fremdkörper klebten. Trotz wüstem Protestgeschrei wurde dann ein extragrosser Klacks Nutella aufs Brot geschmiert oder ein extragehäufter Löffel Nesquick ins Glas gepudert. Der Höhepunkt des Dramas bildete jedoch das Öffnen einer neuen Cornflakes-Packung: angstvolle Kinderaugen hefteten sich auf das geschwisterliche marmeladeverklebte Patschhändchen, das mit kühner Eleganz die Packung aufriss, hernach genussvoll in den raschelnden Innereien wühlte und nach geraumer Zeit, in der kollektiver Atemstillstand herrschte, irgendein superduper Dingsbums aus den Cornflakesmassen zutage förderte. Wenn man Glück hatte, war’s ein Ausserirdischer aus Plastik und man wurde nach dem Frühstück verkloppt, hatte man Pech, handelte es sich um einen doofen Schlumpf, den man schon hatte und man wurde in Ruhe gelassen. Sagen Sie jetzt bitte nicht, Nachbars hätten das alles zivilisierter gehandhabt. Ich war mal bei denen eingeladen. Dort wurde mit Joghurt geworfen.</p>

<p><strong>Mehr davon?</strong><br>
Wenn Sie Behördengänge lieben, dem Charme von Amtsstuben verfallen sind, hobbymässig ihre Cumuluspunkte-Abrechnungen katalogisieren und ihre Kinder durchnummeriert haben, könnte Stephen van Dulken Ihr Seelenverwandter sein (so weit bekannt ist, lebt er als Junggeselle) und seine Werke, bei denen es ausschliesslich um Patente unterschiedlichster Art geht, werden Ihnen eine Welt voller nützlicher, skurriler und ausgefallener menschlicher Einfälle eröffnen. Sollten Sie online stöbern wollen, könnten folgende Internetadressen der Schlüssel zum Glück sein: <a hre="http://ep.espacenet.com">ep.espacenet.com</a> und <a href="http://www.bl.uk/patents">www.bl.uk/patents</a>. Für die Langweiler unter Ihnen, die in jeden Buchladen rennen, hier wie immer die Buchtipps: <em>Inventing the American Dream: A History of Curious, Extraordinary, and Just Plain Useful Patents</em> und <em>Inventing the 20th Century: 100 Inventions that Shaped the World</em>. </p>

<p><strong>Stephen van Dulken, Anwalt des Eigensinns</strong><br>
1952 in England geboren, Sohn eines Anwalts und Urenkel eines Niederländischen Kaufmanns, bereiste Klein-Stephie zuerst einmal die Welt: Kanada, die Vereinigten Staaten, Argentinien und die Schweiz waren seine Lebensstationen bis er 15 war. <em> „Ich glaube diese Kindheit schenkte mir ein grosses Interesse an fremden Völkern, doch unglücklicherweise lernte ich dabei nur zwei Sprachen – nämlich nicht sehr gutes Französisch und Spanisch.“ </em>  Mit einem Geschichtsstudium in der Tasche wurde Stephen van Dulkens Bürolistenkarriere 1987 mit der Beförderung ins Patentamt gekrönt. Dort entwickelte der mittlerweile 35-Jährige eine wilde Leidenschaft für stille Patente. <em> „Viele Leute verstehen gar nicht, dass Patente eine wunderbare Quelle für alte und neue Technologien sind,“ </em> meint der Autor des lesenswerten Buches <em>Ideen, die Geschichte machten. </em><br> 
Nun, ein klein wenig beginnen wir zu verstehen, Mr. Van Dulken...</p>


<p>Michela Gösken</p>

<p><strong>Mit freundlicher Genehmigung von</strong></p>
<p><strong>Copyright © Bibliographisches Institut GmbH, Mannheim</strong></p>
<p><strong>Alle Rechte vorbehalten.</strong></p>


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<pubDate>Thu, 2 Feb 2011 11:19:07 +0100</pubDate>
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<itunes:keywords>literatur, abenteuer</itunes:keywords>
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