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Buchpatenschaft Hörbuch

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Lustmord einer Schildkröte

Lustmord einer Schildkröte Hanns Heinz Ewers

Seine Schilderungen menschlicher Abgründe verstörten Zeitgenossen, bis hin zu Ohnmachtsanfällen. Hanns Heinz Ewers gehörte zwischen 1900 und 1930 zu den schillerndsten Literaten in Deutschland. Er war ein skandalumwitterter Bestsellerautor, sein Roman »Alraune« wurde zu seinen Lebzeiten eine halbe Million Mal verkauft. Er liess sich von den Nazis vereinnahmen, seine Bücher wurden von ihnen aber auch verbrannt. Neben seinem literarischen Werk, das in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurde, machte sich Ewers einen Namen als Filmpionier. Würde man politische Unkorrektheit als Massstab anlegen, dann wäre Ewers spitze. Als Bürgerschreck versuchte er, mit seinen Texten die moralische Basis und das ästhetische Empfinden seiner Leserschaft zu erschüttern. Der »deutsche Edgar Allan Poe« schreckte in seinen Büchern vor nichts zurück: Voodoo-Kult, Kannibalismus, Drogenexzesse, degenerierte Adlige, rachsüchtige Halbseidene.

Nazi-Ideologien oder Blut- und Boden-Romantik findet man jedoch nicht. Die Skandalthemen der Zeit, von Nekrophilie über Fetischismus bis zur gespaltenen Persönlichkeit – allesamt sprachlich brillant und psychologisch versiert aufbereitet. Der vorliegende Band bietet Gelegenheit, Hanns Heinz Ewers als eine auch weiterhin polarisierende Figur der deutschen Literatur wiederzuentdecken. Seine stilistische Virtuosität überrascht, das raffinierte Spiel mit dem Leser begeistert. 17 seiner bedeutendsten Erzählungen haben die Literaturwissenschaftler Sven Brömsel und Marcus Andreas Born in einem Band für »Die Andere Bibliothek« versammelt.

Die Grossmächtigen

Die Grossmächtigen Hédi Kaddour

Die Geschichte spielt 1922 im nordafrikanischen Städtchen Nahbès, im Süden eines nicht namentlich genannten französischen Protektorats. Die Welt scheint zur Zufriedenheit aller aufgeteilt, bis ein amerikanisches Filmteam i m Wüstenort wie ein Meteor einschlägt. Für kurze Zeit begegnen sich die Amerikanerin Kathryn und Raouf, der Sohn des Caïd, die junge Witwe Ranja, der altersmilde Kolonialist Ganthier und die kesse Pariser Journalistin Gabrielle.

Hédi Kaddour, dem 1945 in Tunis geborenen Autor, bereitet es erkennbar Vergnügen, seine Leser auf falsche Fährten zu führen. Denn was er zunächst als ruhige Kleinstadt inszeniert, entpuppt sich bald als Pulverfass. Der Stolz auf die »harmonische« Gegensätzlichkeit in Nahbès liegt wohl eher auf französischer Seite, unter den Einheimischen nehmen gerade die Unabhängigkeitsbestrebungen zu.

Der Roman zeigt die Wunden auf, die Frankreich als Kolonialmacht geschlagen hat – und die bis heute kaum verheilt sind. Kaddours Kunst dabei ist, von Politik zu erzählen anhand der Geschichten einzelner Figuren, die er präzise und mit viel feinem Humor zeichnet. Die Erzählung hat einen sehr eigenen Rhythmus: Mal verweilt sie ausgiebig bei einer Szene, mal durcheilt sie Orte und Zeiten, schweift ab und spürt Nebenfiguren nach, lauscht Gedankenströmen und nimmt dann auf einmal rasant Abstand zu den Figuren. Die Radiosendung 52 beste Bücher fasst zusammen: »›Die Grossmächtigen‹ ist ein brillanter Roman, intellektuell anspruchsvoll und sinnlich befriedigend. Mit Witz und Anschaulichkeit schildert er die maghrebinische Kolonialgesellschaft, die amerikanische Moderne und das brodelnde Berlin der 1920er-Jahre.«

Mahlstrom

Mahlstrom Yael Inokai

In einem Dorf bringt sich Barbara, eine 22-jährige Frau, um. Hat ihr Tod mit einem Verbrechen zu tun, das elf Jahre früher geschah? Drei junge Dorfbewohner brechen das Schweigen in einer glaubhaft mündlichen und zugleich poetisch verknappten Sprache. Im Wechsel der Stimmen setzt sich eine Geschichte zusammen, in der es um Gemeinschaft und Ausgrenzung, um Freundschaft und Verrat, um eine abgestrittene oder eingestandene Schuld, um Sühne und Verzeihung geht. Dabei entwickelt der sorgfältig komponierte Text einen unwiderstehlichen Sog.

Yael Inokai wurde 1989 als Tochter einer Deutschen und eines Ungarn in Basel geboren. Sie studierte Philosophie in Basel und Wien und seit 2014 »Drehbuch« an der Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin. Sie arbeitet als Fremdenführerin und publiziert in verschiedenen Literaturzeitschriften. Für ihren Roman »Mahlstrom« wurde sie 2018 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet.

Fat City

Fat City Leonard Gardner

»Wenn jemand sagt, er gehe jetzt nach Fat City, heisst das, er stürzt sich jetzt in das pralle Leben. Der Titel ist natürlich ironisch: Fat City ist das bekloppte Ziel, das niemand je erreichen wird«, meint Leonard Gardner, geboren 1933. Mit seinem ersten und einzigen, 1969 erschienen Roman hat er gleich einen Klassiker der amerikanischen Literatur geschrieben. 1972 wurde der Roman mit Jeff Bridges in der Hauptrolle von John Huston verfilmt.

Kalifornien in den 1950er-Jahren. Billy Tully und Ernie Munger leben am unteren Rand der Gesellschaft, kommen gerade so über die Runden. Pleite? Da hilft ein kurzfristiger Erntejob. Das schnelle Geld, Ruhm und Ehre erreicht man aber durch Boxkämpfe, wenn man begabt ist und keine Scheu vor Schmerzen oder Verletzungen hat. Während Tully nach längerer Auszeit ein Comeback versucht, fällt Ernie als hoffnungsvolles neues Talent auf. Als weisser Boxer ist er etwas Besonderes in der von Schwarzen geprägten Szene. Beide Männer haben Träume, doch das Leben steht ihnen im Weg. Ein bisschen mehr Elan oder die richtige Frau, schon wäre alles anders. Aber wie soll man sich aufraffen, wenn man am Boden liegt? Nur wenige schaffen das. Tully hatte es geschafft, bis ihm der Alkohol dazwischenkam und ihn seine Frau verliess. Ernie könnte es schaffen, aber Frau und Kind sind ein Klotz am Bein, oder vielleicht doch ein Anker?

Stark sind die fast schon absurden Dialoge. Sie zeigen, wie man aneinander vorbeireden und was für verhängnisvolle Folgen es haben kann, wenn ein Wort das andere gibt – eigentlich heiratet Ernie nur aus Versehen. Die plastische, authentische Sprache vermittelt Atmosphäre und Zeitkolorit. Gregor Hens ist es meisterhaft gelungen, den Working-Class-Sound, den trotzigen Humor und die feine Melancholie ins Deutsche zu übertragen.

Buchpatenschaft Blindenschrift

3 Bücher, navigieren Sie mit den Pfeiltasten

Überleben am Red River

Überleben am Red River Therese Bichsel

Verführt von den Beschreibungen des verschuldeten Hauptmanns Rudolf von May, eines Berner Patriziers, der Kolonisten anwirbt, wandern im frühen 19. Jahrhundert rund 170 Menschen aus Bern und Neuenburg nach Kanada in die Gegend des heutigen Winnipeg aus. Die hoffnungsvoll begonnene Reise in ein neues Leben steht unter keinem guten Stern. Die vollmundigen Anpreisungen des Hauptmanns entpuppen sich weitgehend als leere Versprechen. Als die völlig erschöpften Auswanderer bei Wintereinbruch endlich den Zielort am Roten Fluss erreichen, erwartet sie grosse Not. Die Frauen, über die in dieser Männergesellschaft verfügt wird, trifft es besonders hart.

Der Roman basiert auf einer wahren Geschichte, die in Briefen, Zeitungsartikeln und Erinnerungen gut dokumentiert ist.

Unter der Mitternachtssonne

Unter der Mitternachtssonne Keigo Higashino

Ein Mord vor 20 Jahren. Eine Verkettung unlösbarer Rätsel. Ein Detektiv, der entschlossen ist, das dunkle Geheimnis zu entschlüsseln. Osaka,1973: Der Pfandleiher Kirihara wird ermordet in einem verlassenen Gebäude aufgefunden. Der unbeirrbare Detektiv Sasagaki nimmt sich des Falls an, der von nun an sein Leben bestimmt. Schnell findet er heraus: Ryo, der wortkarge Sohn des Opfers, und Yukiho, die hübsche Tochter der Hauptverdächtigen, sind in das Rätsel um den Toten verwickelt. Beinahe zwanzig Jahre lang versucht Sasagaki mit zunehmender Verzweiflung, den Mord aufzuklären, in dessen Netz sich Täter, Opfer und Polizei verfangen haben. Bis über alle Grenzen hinaus, bis hin zur Obsession.

Das Feld

Das Feld Robert Seethaler

Wenn die Toten auf ihr Leben zurückblicken könnten, wovon würden sie erzählen? Einer wurde geboren, verfiel dem Glücksspiel und starb. Ein anderer hat nun endlich verstanden, in welchem Moment sich sein Leben entschied. Eine erinnert sich daran, dass ihr Mann ein Leben lang ihre Hand in seiner gehalten hat. Eine andere hatte siebenundsechzig Männer, doch nur einen hat sie geliebt. Und einer dachte: Man müsste mal raus hier. Doch dann blieb er. In Robert Seethalers neuem Roman geht es um das, was sich nicht fassen lässt. Es ist ein Buch der Menschenleben, jedes ganz anders, jedes mit anderen verbunden. Sie fügen sich zum Roman einer kleinen Stadt und zu einem Bild menschlicher Koexistenz.

Folgende Buchtitel wurden dank einer Buchpatenschaft produziert:

Urs Faes: Halt auf Verlangen
Hörbuch

Urs Faes:
Halt auf Verlangen
Ermöglicht durch Erich Glückler

Lea Gafner: Die Nonne tanzt
Hörbuch

Lea Gafner:
Die Nonne tanzt
Ermöglicht durch eine anonyme Patenschaft

Nicole C. Vosseler: Der englische Botaniker
Hörbuch

Nicole C. Vosseler:
Der englische Botaniker
Ermöglicht durch eine anonyme Patenschaft

Ernst Zürcher: Die Bäume und das Unsichtbare
Hörbuch

Ernst Zürcher:
Die Bäume und das Unsichtbare
Ermöglicht durch eine anonyme Patenschaft

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Porträt Ines Meili
Ines Meili

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