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dialog Nr. 32 April 2018

Zweifache Mutter – und blind
Interview. Elisabeth Sinstadt lässt uns an schönen und herausfordernden Momenten in ihrem Leben teilhaben. Seite ...

Freundschaftsderby. SBS und SJW punkten seit Jahren in der Topliga. Die SBS überträgt Kinder- und Jugendhefte in barrierefreie Formate. Seite ...

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser

Bald ist wieder Muttertag! Einen ähnlichen Ehrentag gab es schon im antiken Griechenland. Uns Menschen war es also schon immer ein Bedürfnis, den Müttern für ihre grossartige Leistung zu danken.

Mütter haben wohl einen der schwersten Jobs überhaupt angenommen. Am intensivsten ist sicher die Kleinkindphase: Die körperliche Belastung und der unregelmässige Schlaf beanspruchen eine Mutter sehr. Aber auch später benötigen Kinder fürsorgliche Begleitung, auch bei den Hausaufgaben. Wir erinnern uns sicher noch an unsere eigenen ersten Leseversuche als Schulkind. Wir waren der Mutter dankbar für ihre Hilfe und Unterstützung. Eine Mutter kann ihre Fürsorge ihr Leben lang nicht ablegen – und spätestens ab der Pubertät heisst es dann: »Mami, du nervsch!«

Wir stellen in diesem »dialog« eine tolle Mutter vor, die neben den alltäglichen auch persönliche Herausforderungen zu meistern hatte. Lesen Sie im spannenden Interview mit Elisabeth Sinstadt, wie die blinde Mutter zwei Kinder grossgezogen hat und was sie dabei Schönes und Schwieriges erlebt hat.

Ich habe die Leseförderung angesprochen, die teilweise durch die eigene Mutter geschieht. Dieses Ziel verfolgt seit 1932 auch das Schweizerische Jugendschriftenwerk, besser bekannt unter seiner Abkürzung SJW. Auch Sie kennen vermutlich die SJW-Hefte noch aus der eigenen Schulzeit – diese bunte Mischung von Kinder- und Jugendliteratur, die in der Schule für wenig Geld bestellt werden konnte und mit der wir die Lust am Lesen entdeckt haben. Seit bald zehn Jahren »übersetzt« die SBS eine Auswahl von SJW-Heften in Brailleschrift. Höchste Zeit, in vorliegendem »dialog« auch einmal über diese erfolgreiche Zusammenarbeit zu berichten.

Ich wünsche allen Müttern viel Freude und die nötige Kraft für ihre wertvolle Lebensaufgabe – und zwischendurch doch etwas Zeit, an sich selbst zu denken und ein gutes Buch zu lesen!

Herzlich
Ihr Daniel Kunz, stv. Geschäftsführer SBS

PS: Mein Tipp für alle Kinder und Väter: Ein Buch ist immer ein gelungenes Muttertagsgeschenk!

Interview

Im Dialog mit Elisabeth Sinstadt

Elisabeth Sinstadt (57) lernte ich in einem Weiterbildungskurs des Schweizerischen Zentralvereins für das Blindenwesen SZBLIND kennen. Ganz selbstverständlich erzählte sie uns von ihrem Alltag als blinde Mutter.

Sie nimmt an verschiedenen Sensibilisierungskursen teil, um sehende Menschen über die Probleme von Sehbehinderten aufzuklären.

Du hast zwei Kinder grossgezogen. Hattest Du schon immer einen Kinderwunsch?

Die Berufsmöglichkeiten für blinde Menschen waren damals sehr eingeschränkt. Ich entschied mich für eine Lehre als Kauffrau. Gleichzeitig wusste ich, wenn ich sehend wäre, würde ich unheimlich gern mit Kindern arbeiten. Als Lehrperson wollte ich nicht arbeiten, das kam für mich nicht in Frage. Nach meiner Heirat wurde mir klar, dass ich Kinder haben möchte. Diese zog ich dann praktisch alleine gross. Mittlerweile bin ich seit sieben Jahren von meinem Ex-Mann geschieden.

Das ist schon eine grosse Herausforderung für sehende Menschen. Wie hast Du diese Zeit gemeistert?

Es war tatsächlich eine grosse Herausforderung – sicherlich die bisher grösste in meinem Leben. Es war auch frustrierend, weil ich mit meinen Kindern nicht einfach in die Badi gehen oder einen Ausflug unternehmen konnte. Ausserdem hatte mein Sohn ADHS, das stellte eine zusätzliche Herausforderung dar. Ich konnte ihm nicht die Hilfestellung geben, die er brauchte. Das hat mich auf meine eigenen Grenzen als blinde Mutter zurückgeworfen. Als meine Tochter noch klein war, meinte sie zu mir: »Das ist aber blöd, eine blinde Mami zu haben. Mit dir kann ich dies und das nicht machen.«

Das stelle ich mir sehr schwierig vor.

Ich habe immer ein offenes Klima gefördert. Es ist mir wichtig, dass meine Kinder alles sagen dürfen, was ihnen auf dem Herzen liegt.

Wann haben Deine Kinder verstanden, dass sie eine blinde Mutter haben?

Sie bemerkten schnell, dass etwas anders war. Während eine sehende Person das hingestreckte Spielzeug entgegennimmt, habe ich das nicht getan. Den Grund verstanden sie lange nicht. Meine Tochter zeigte mir mit drei Jahren eine Zeichnung und legte meinen Finger darauf. Sie hatte gesehen, wie ich Brailleschrift lese und sie dachte, wenn ich die Zeichnung abtaste, kann ich sie auch sehen. Als mein Sohn in der ersten Klasse war, führte er mich zum Bahnhof und war irritiert, dass uns die anderen Menschen anstarren.

Welche schönen Momente hast Du mit Deinen Kindern erlebt?

Meine Tochter und ich waren einmal mit dem Hund spazieren. Sie pflückte einen Blumenstrauss für mich und sagte: »Mami, riech' mal.« Meine Kinder haben gelernt, ihre Umgebung mit allen Sinnen wahrzunehmen. Wir nehmen rund 80% der Informationen aus unserer Umwelt über den Sehsinn wahr, die anderen Sinne geraten in den Hintergrund. Meine Kinder sind sehr selbständig. Sie haben früh gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Ich konnte ja nicht sehen, was sie auf dem Spielplatz treiben.

Was machst Du beruflich?

Ich arbeite zwei Abende in der Woche im Restaurant blindekuh und 30% im Museum Mühlerama in Zürich. Ich bin für Buchungen, Personaldisposition und andere administrative Tätigkeiten zuständig. Wir bieten Führungen, Workshops und Veranstaltungen für Kindergeburtstage an. An meiner Arbeit im Mühlerama gefällt mir besonders gut, dass ich Eigenverantwortung übernehmen kann.

Du engagierst Dich schon seit 1999, seit den Anfängen, im Restaurant blindekuh. Was hat Dich an dieser Arbeit gereizt?

Ich wollte die Rolle wechseln. Ich begleite Gäste und helfe ihnen, sich in einer ungewohnten Umgebung zurechtzufinden. Menschen, die am Anfang grosse Angst haben, versuche ich zu beruhigen und ihnen ihre Ängste zu nehmen. Manche Kinder glauben beispielsweise, dass sie einmal in der Dunkelheit angekommen, nie wieder sehen können. Im Restaurant blindekuh muss man andere Sinne einsetzen, beispielsweise den Geschmackssinn.

Wie orientierst Du Dich im Alltag? Welche Hilfsmittel nutzt Du?

Das iPhone ist sehr wichtig für mich. Ich benutze die Sprachausgabe meines Computers und habe eine sprechende Waage. Da ich selbst gerne Brot backe, ist sie sehr praktisch. Die Anzeige meiner Kaffeemaschine kann ich leider nicht sehen. Ich muss erraten, was die Maschine möchte und verschiedene Optionen durchspielen. Ärgerlich, wenn man morgens einfach seine Tasse Kaffee möchte und versehentlich das Reinigungsprogramm auswählt! Nicht unerwähnt lassen möchte ich meinen Blindenhund Quintero. Ich habe mich für ihn und gegen einen Langstock entschieden. Mit einem Hund kommt man schnell mit anderen Menschen ins Gespräch.

Ich muss gestehen, als ich Dein Haus betreten habe, war mein erster Gedanke: »Hier sieht es ja aus wie in jedem anderen Haushalt!« Dein Haus ist sehr schön dekoriert und Du hast viele Blumen. Wie machst Du das?

Meine Tochter hat beim Dekorieren geholfen. Ich möchte, dass es harmonisch aussieht, mir gefallen saisonale Dekorationen. Als meine Tochter noch bei mir wohnte, suchten wir diese den Jahreszeiten und Festtagen entsprechend aus. Alleine ist es schwieriger, weil ich beispielsweise nicht weiss, welche Farben die Objekte haben.

Das Visuelle spielt also doch eine Rolle in Deinem Leben?

Das Visuelle ist mir sehr wichtig. Ich habe eine Farb- und Stilberaterin, die mir bei der Kleiderauswahl hilft. In einem Kurs habe ich herausgefunden, dass ich eher der visuelle Typ bin. Das hat mich im ersten Moment irritiert. Wie kann ich als blinder Mensch ein visueller Typ sein? Aber ich mache mir eben auch meine Bilder im Kopf.

Wie nimmst Du Deine Umgebung wahr?

Mit allen anderen Sinnen und meiner Vorstellung. Licht kann ich wahrnehmen, aber ich kann keine Kontraste sehen.

Du bist eine fleissige Nutzerin der SBS. Was schätzt Du besonders am Angebot?

Früher habe ich viele Bücher in Brailleschrift gelesen, heute schätze ich vor allem das breite Angebot an Hörbüchern und Hörzeitschriften. Bücher in Brailleschrift sind sinnlich und wichtig, allerdings auch viel umfangreicher als Bücher in Schwarzschrift. Hörbücher sind praktisch, weil ich beim Hören kochen oder mich um andere Haushaltstätigkeiten kümmern kann. Ich schätze die Braille-Zeitschrift »Sammelsurium«, die die SBS herausgibt, sehr.

Du bist seit Deiner Geburt blind. Wann ist es Dir selbst bewusst geworden?

Schwer zu sagen. Ich wuchs auf einem Bauernhof auf und kam mit sechs Jahren aufs Internat in Zollikofen. Meine Mutter beschützte und verwöhnte mich sehr. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich anders bin als die anderen. Ich wollte so gerne auf dem Bauernhof mithelfen, konnte es aber nicht. Das einzige was ich machen durfte, war der Abwasch. Das beschäftigte mich schon sehr. Meine beiden Schwestern mussten mit anpacken, ich durfte nicht. Stattdessen las ich. Als mein Vater einmal erschöpft von der Arbeit heimkam, sagte er: »Du hast es aber gut in deinem Liegestuhl.« Dabei hätte ich so gerne mitgeholfen.

Meine Eltern waren aber stolz auf mich. Immer wenn wir Besuch hatten, war ich sozusagen das »Vorzeigeäffli«. Ich las dann Blindenschrift vor, spielte Klavier und Flöte. Meine Mutter machte sich grosse Sorgen um meine Zukunft. Die Frühförderung steckte damals noch in den Kinderschuhen. Wir bekamen ein-, zweimal Besuch vom Blindenfürsorgeverein (heute: Zürcher Sehhilfe). Allerdings sprachen wir hauptsächlich über Probleme. Da meine Augen völlig intakt sind, hätte mir das Training mit visuellen Impulsen eventuell geholfen.

Wie geht es Dir im öffentlichen Raum? Bist Du froh, wenn Dir jemand Hilfe anbietet?

Immer! Ich habe kein Verständnis für Sehbehinderte, die Hilfe schroff ablehnen. Wenn man keine Hilfe möchte, ist das in Ordnung, aber man kann sie höflich ablehnen. Mir fällt es schwer, unterwegs Menschen anzusprechen. Nicht weil ich schüchtern bin, sondern weil ich nicht auf alles gleichzeitig achten kann: Soll ich auf den Verkehr hören oder versuchen zu hören, ob jemand neben mir steht?

Als Sehende bin ich schnell verunsichert. Ich frage mich manchmal, will diese Person überhaupt meine Hilfe?

Sehende sollten sich nicht so viele Gedanken machen. Du kannst mir nicht das Gefühl geben, hilflos zu sein. Wenn ich mich hilflos fühle, kommt diese Empfindung von mir. Sprecht uns doch einfach an, denke ich manchmal. Wenn ich mich verletzt fühle, ist das mein Problem. Ich kann es mir gar nicht erlauben, Berührungsängste zu haben.

Was ist Dir wichtig im Kontakt mit anderen Menschen? Wie nimmst Du andere Menschen wahr?

Ich nehme zuerst die Stimme und Stimmlage wahr. Hohe piepsige Stimmen finde ich unangenehm. Gerüche spielen auch eine Rolle. Trägt jemand billiges Make-up, einen süssen Vanilleduft und riecht vielleicht auch noch nach Zigarette – das finde ich furchtbar. Auch der Händedruck einer Person ist mir wichtig.

Erzählst Du uns von Deinem Werdegang?

Der Übergang von der Blindenschule in die Berufsschule war schwierig, weil ich plötzlich keine Sonderbehandlung mehr hatte. Es gab praktisch kein Schulmaterial für mich. Ich absolvierte die KV-Ausbildung 1976, damals gab es noch die grossen Tonbänder von der SBS. Ich hatte keinen Computer, nur eine Schreibmaschine, eine Hermes 3000. Bei Prüfungen bekam ich Übertragungszeit, um meine Aufsätze mit der Schreibmaschine zu tippen. Leider konnte ich nicht überprüfen, was ich getippt hatte. Bei meinen zwei Sprachaufenthalten in Lausanne und Cambridge erging es mir ähnlich. Mir stand wieder kein Schulmaterial zur Verfügung. In Cambridge lernte ich dann meinen Mann, einen Engländer, kennen. Er unterstützte mich sehr. Die Prüfung für das Proficiency-Zertifikat legte ich nach sechs Monaten erfolgreich ab.

Was macht Dich glücklich?

Im Moment habe ich das Gefühl »festzustecken«. Beispielsweise ist es schwierig, eine Putzhilfe zu finden. Ich möchte kein Inserat aufgeben und anschliessend einen unbekannten Menschen bei mir zu Hause haben. Auch das Resultat kann ich nicht überprüfen. Ich wünsche mir generell mehr Ausgeglichenheit und innere Ruhe. Ich hätte nichts dagegen wieder einmal einen tollen Mann kennenzulernen. Leider kann ich nicht einfach jemanden auf der Strasse anlächeln.

Was machst Du, um Dich zu entspannen?

Ich singe in einem klassischen Chor, das ist ein schöner Ausgleich. Hörbücher geniesse ich sehr, vor allem Krimis. Ich höre die Bücher mit höherer Geschwindigkeit, verschlinge sie geradezu. Der Nutzerservice der SBS kennt meine persönlichen Vorlieben und schickt mir regelmässig Bücher zu. Bei Spaziergängen mit Quintero versuche ich auch, einfach einmal abzuschalten.

Vielen Dank für das offene Gespräch!

Sabrina Nepozitek

SBS & SJW

Freundschaftsderby

Die SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte und das Schweizerische Jugendschriftenwerk SJW pflegen seit zehn Jahren eine fruchtbare Partnerschaft.

Mit der 2006 initiierten Reihe der »Rucksackbücher« hatte die SBS begonnen, blinden Kindern und Jugendlichen Literatur in einem sehr handlichen Format anzubieten. Dieser Beitrag zur Förderung der Leselust war ein voller Erfolg. Danach galt es mit möglichst geringem Produktionsaufwand, attraktive literarische Themen auch zeitnah aufzubereiten. SJW-Hefte sind kurz, haben ein beachtliches literarisches Niveau und ein breites inhaltliches Spektrum: Schweizer Literatur, Weltliteratur, spannende Erzählungen, Lyrik, Erstlesetexte und interessante Sachthemen bilden einen vielschichtigen Mix. Die SJW-Hefte stellen damit einen idealen Einstieg ins Lesen dar.

Gemeinsame Vision

Sowohl die SBS als auch das SJW machen Kinder und Jugendliche vom ersten Lesealter an mit Literatur vertraut – nicht zuletzt mit Werken von Schweizer Autorinnen und Autoren. Der in der Nähe der SBS ansässige Traditionsverlag SJW schien geradezu prädestiniert für ein gemeinsames Projekt. Schon beim ersten gemeinsamen Sondierungsgespräch sprang der Funke über. Kurz darauf kam es 2008 zur Unterzeichnung der »Vereinbarung über nicht-exklusives Abdruckrecht« zwischen beiden Institutionen. Alle über die SBS erhältlichen Hefte werden im SJW-Katalog mit dem Signet der SBS gut sichtbar markiert. Der Text der SJW-Publikationen wird für die Herstellung der Braillefassung – und auch des Grossdrucks – zur Verfügung gestellt. Die SBS verkauft diese Ausgaben zum gleichen, günstigen Preis wie das SJW die Originalwerke.

Brailleproduktion dank grosszügiger Spenden

Die kostenintensive Brailleproduktion konnte bisher weitgehend durch die grosszügige Unterstützung von privaten Spenderinnen und Spendern sowie Stiftungen erfolgen. Das Angebot von SJW-Ausgaben über die Schule und der Brailleschriftvermerk im SJW-Katalog ermöglichen blinden Schülerinnen und Schülern die Nutzung der Hefte im inklusiven Unterricht.

Runde Sache

Einen idealeren »Anstoss« als die Fussball-EM 2008 hätte es für das Projekt nicht geben können. Das anlässlich des Grossanlasses vom SJW herausgegebene Heft »Fussball – Regeln, Tricks und Tipps« erwies sich als Volltreffer. Und es wurde auch bei der SBS ein Bestseller. Einen prominenten Platz erhielt die Brailleausgabe zudem bei der Wanderausstellung des SJW in der Zentralbibliothek Solothurn.

Seither umfasst das SBS-Sortiment weit über 100 SJW-Titel. Und jedes Jahr kommen neue hinzu. Zum Reformationsjubiläum 2017 erschien zum Beispiel das 36 Seiten umfassende Heft »Vom Gespenst, das Geld regnen liess«. In der dramatischen und auf historischen Fakten beruhenden Geschichte der Zürcher Familie Grebel zeichnet der Historiker Peter Kamber ein lebendiges Bild der Reformationszeit.

Qualität vs. »Schundliteratur«

Die SBS gibt keine eigenen Titel heraus. Sie hat sich auf die Erstellung zugänglicher Ausgaben der Titel anderer Verlage für Blinde, Seh- und Lesebehinderte spezialisiert. Einige Merkmale von SBS und SJW, die die Qualität des Angebots ausmachen:

  • Jahrzehntelange Literaturerfahrung
  • Vielfältiges Angebot mit qualitativ anspruchsvollem Lesestoff
  • Offenheit gegenüber neuen Formen der Gestaltung
  • Bezug zur Schweiz
  • Qualität zu angemessenen Preisen
  • Kreativität im Umgang mit neuen Medien und verändertem Leseverhalten

Die Gemeinsamkeiten verwundern nicht, entspringen beide Institutionen doch derselben Motivation: Sie wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Offensive gegen die so genannte »Schundliteratur« gegründet. Und sie sollten Blinde bzw. Jugendliche in der Schweiz mit guter Literatur versorgen. Aktuell nutzen beide Institutionen den sich verändernden Medienkonsum als Impuls zur Entwicklung neuer Angebote, zum Beispiel im Bereich digitaler Leseförderung.

Zeitnahe Produktion

Die Kundinnen und Kunden der SBS schätzen es, Literatur – vor allem die Bestseller – zeitgleich mit der Veröffentlichung lesen zu können und nicht erst dann, wenn die Diskussion darüber schon am Abebben ist. Mit diesem Anspruch arbeitet die SBS auch gerne mit anderen Verlagen zusammen. Wer fühlt sich inspiriert, eine ähnliche Partnerschaft einzugehen?

Petra Aldridge

SJW und SBS – was sie verbindet
  • Begeisterung für Kinder- und Jugendliteratur
  • Visionen zur Leseförderung
  • Zwei Schweizer Literaturhäuser mit Tradition
  • Ein überzeugendes Konzept
  • Innovative Menschen mit Freude am Experiment
  • Ein Funke, der überspringt
Aktuelle SJW-Publikationen

Diese Hefte sind auch in Brailleschrift, als E-Book und als Grossdruckbuch bei der SBS erhältlich.

Peter Kamber: Vom Gespenst, das Geld regnen liess

Zürich in der Reformationszeit ist eine Stadt der Unruhe. Die Erwachsenen streiten sich um Religion. Da verbreitet sich das Gerücht, ein Gespenst gehe um und ein Mordanschlag sei geplant gegen Ulrich Zwingli, der im Grossmünster predigt. Die elfjährige Doro, Tochter des Ratsherrn Grebel, geht auf Spurensuche.

Gregor Forster: Haie – Die perfekten Jäger

Was macht die Haie so schnell? Können sie ihre Beute nur riechen oder sehen sie sie auch? Fressen Haie wirklich alles? Wie erspüren sie die Gegenwart anderer Tiere? Die Sinnesorgane der Haie sind Hochleistungssensoren und haben sich seit 450 Millionen Jahren immer wieder an ihren Lebensraum angepasst.

Lexikon

Vertrag von Marrakesch – Eine Barriere weniger

M – Vertrag von Marrakesch: Völkerrechtliche Vereinbarung die blinden, sehbehinderten oder lesebehinderten Menschen den kostenlosten Zugang zu Veröffentlichungen, die urheberrechtlich geschützt sind, ermöglicht.

Der Vertrag von Marrakesch ist eine völkerrechtliche Vereinbarung zum Urheberrecht. Er erleichtert blinden, sehbehinderten oder sonst lesebehinderten Menschen den kostenlosen Zugang zu Veröffentlichungen, die an sich urheberrechtlich geschützt sind.

Vorgelegt wurde der Vertrag von Marrakesch am 27. Juni 2013 auf einer diplomatischen Konferenz der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) in der marokkanischen Stadt Marrakesch. In Kraft getreten ist er am 30. September 2016.

Die unterzeichnenden Staaten verpflichten sich in ihren Urheberrechtsgesetzen Ausnahmebestimmungen zugunsten von blinden, sehbehinderten oder sonst lesebehinderten Menschen vorzusehen. Damit sollen rechtliche Barrieren bei der Herstellung, Vervielfältigung und Verbreitung sowie beim internationalen Austausch von zugänglichen Versionen von Werken der Literatur und Musik abgebaut werden.

Das Schweizer Urheberrecht ist schon 2008 durch eine entsprechende Ausnahmebestimmung ergänzt worden. Bereits 2014 hat die Schweiz den Vertrag von Marrakesch unterschrieben. Aufgrund von Verzögerungen bei der Revision des Urheberrechts konnten die nötigen Anpassungen an den Marrakesch-Vertrag bis dato aber noch nicht umgesetzt werden. Die Ratifizierung durch die Schweiz wird deshalb frühestens 2019 erfolgen.

Buchpatenschaft

Mit einer Buchpatenschaft geliebten Menschen gedenken

Eine meiner schönsten Aufgaben in der SBS ist die Betreuung von Buchpatinnen und -paten. Das grosszügige Engagement zu Gunsten unserer Bibliothek berührt mich immer wieder. Es ergeben sich dabei auch wunderschöne Gespräche und Mailkontakte. Besonders berührt es mich, wenn eine Buchpatenschaft im Gedenken an einen geliebten Menschen übernommen wird. Oft handelt es sich dabei um Familienmitglieder, deren Mutter oder Vater bei unserer Bibliothek als Nutzerin oder Nutzer registriert war. Wenn ich dann erfahre, wie viel diesen Menschen die Bücher der SBS bedeutet haben und welch grosse Lücke sie in deren Leben ausgefüllt haben, wird mir immer wieder bewusst, wie wichtig die Aufgabe der SBS ist.

Auch im vergangenen Jahr wurden Buchpatenschaften im Gedenken an verstorbene Nutzerinnen und Nutzer unserer Bibliothek gestiftet. Die Buchpatinnen und -paten dürfen jeweils selbst entscheiden, ob sie durch Nennung der verstorbenen Person im Vorspann ihres Patenbuchs an diese erinnern möchten. Eine persönliche Nennung haben sich zum Beispiel die Buchpaten von »Es soll dort sehr gut sein« gewünscht – im Gedenken an Hanny und Willi Vetterli. Eine wunderschöne Geste, denn wie sagte einst Albert Schweitzer: »Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht nicht auf irgendeinem Platz, sondern im Herzen seiner Mitmenschen.«

Möchten auch Sie eine Buchpatenschaft der SBS übernehmen oder sich darüber genauer informieren? Auf den folgenden Seiten finden Sie einige neue Buchvorschläge, welche noch patenlos sind. Ich freue mich auf Ihre Kontaktaufnahme und bin gespannt, was Sie veranlasst, eine Patenschaft zu übernehmen.

Herzlichst, Ihre
Ilona Koch, Buchpatenschaften SBS

Tel. 043 333 32 32

spenden@sbs.ch

Vorschläge für Ihre Buchpatenschaft als Hörbücher
Urs Faes: Halt auf Verlangen

Suhrkamp Verlag, 2017
ISBN 978-3-518-42583-1

Nach einer Krebsdiagnose fährt Urs Faes (geboren 1947) regelmässig mit dem Tram zur Bestrahlung in die Klinik. Dabei hat er genügend Zeit, um unterwegs Gedanken, Beobachtungen und Erinnerungen festzuhalten. Unmittelbar nach der Diagnose findet er keine Worte. Im spontanen Formulieren gelingt es ihm, die eigene Verzweiflung zu bannen. Er versucht, Dinge zu benennen, aufzuschreiben, was ihm geschieht: seine Erfahrungen in der Onkologie, die Müdigkeit nach der Behandlung, die Erinnerung an Kindheit und Herkunft, an Strassenbahnfahrten mit dem Vater und Kinobesuche mit der Jugendfreundin Mile, an Verlassen werden in Paris und den Abschied von seiner Geliebten. Den möglichen Tod vor Augen stellt er sich die Frage nach dem Gelebten und dem Versäumten, nach dem, was Antrieb war, was Begehren und was Liebe.

»Halt auf Verlangen« ist Urs Faes' bislang persönlichstes Buch, eindringlich und literarisch. Schreiben als Notwehr, gegen die eigene Hinfälligkeit – und darin ganz dem Leben zugewandt.

Es liest: Heiner Hitz

Nicole C. Vosseler: Der englische Botaniker

HarperCollins, 2017
ISBN 978-3-95967-103-3

Robert Fortune, der englische Botaniker, reist 1848 im Auftrag der »Horticultural Society of London« für ein Jahr nach China. In diesem Land, das sich gerade erst westlichen Einflüssen zu öffnen beginnt, soll er »das grüne Gold«, Tee, sammeln und nach Hause schicken. In England lässt er seine Frau Jane und zwei kleine Kinder zurück.

Neben Robert kommen auch Jane und die Chinesin Lian zu Wort. So erfährt man viel über das exotisch und fremdartig anmutende China, über die politische Situation, über Kultur und Lebensweise. Die in Kampfkunst geschulte, ebenso mutige wie fragile Rebellin Lian lehrt Robert nicht nur Pflanzen und Tee zu kategorisieren. Sie öffnet ihm überdies sein Herz. Aber auch das Leben der Frauen und ihre Stellung in der männlich dominierten europäischen Welt des 19. Jahrhunderts werden aus Jane's Sicht beschrieben und reflektiert. Am Ende wird aus dem kühlen, etwas sperrigen Briten ein mutiger, weltoffener Abenteurer, der von den asiatischen Weltanschauungen, dem fernöstlichen Lebensstil und der Herzlichkeit und Wärme der Chinesen viel mehr mitnimmt als nur Samen und Pflanzensetzlinge.

Es liest: Claudia Schätzle

Halldór Laxness: Ein Angelausflug ins Gebirge

Steidl Verlag, 2015
ISBN 978-3-86930-944-6

Eine alte Frau, die ihre Liebe zu Tieren mit allerlei Kraftausdrücken zu formulieren weiss. Ein rauschendes Fest würdiger Damen und Herren aus rätselhaftem Anlass. Ein alter Kassierer, der statt Fischen lieber die Dienstmädchen seines Nachbarn angelt, während sein Wohnzimmer von einem merkwürdigen Ungeziefer befallen wird. Seine Ehefrau, die unterdessen mit dem Bus auf dem Weg nach Reykjavík ist, oder allenfalls mit dem Busfahrer. In sieben Erzählungen entführt uns der isländische Autor in eine Welt, in der das Tragische über das Komische, das Reale über das Surreale stolpert, belebt von höchst skurrilen und doch zutiefst liebenswerten Figuren – sieben literarische Kostbarkeiten, die nun zum ersten Mal in deutscher Sprache erscheinen.

Halldór Laxness (1902-1998) erhielt 1955 den Nobelpreis für Literatur »für seine anschauliche epische Kraft, welche die grosse Erzählkunst von Island erneuert hat.«

Es liest: Samuel Streiff.

Silvia Tschui: Jakobs Ross

Verlag Nagel&Kimche, 2014
ISBN 978-3-312-00607-6

»Wenn sie den Jakob trotz allem nicht gehüratet hätte, sondern halt auf eigene Faust nach Floränz gezogen wäre. Zu Fuess und villicht sogar mit der Kutsche und später villicht bis ans Meer. Das hat das Elsie einmal auf einer gemalten Postkarte gesehen, die hat ihr ein Herrschaftsfrölein mit Bernsteinaugen und einem Herz wie aus Butter gezeigt. Da kann der Zürisee also einpacken. Und wenn der Fabrikdiräkter nicht so eine hinterfotzige Sau gewesen wäre, wär sie mitsamt dem Herrschaftsfrölein mit dem Butterherz und den Bernsteinaugen den ganzen Weg in der Kutsche nach Floränz gefahren.«

So träumt die Magd Elsie beim Melken vor sich hin. Silvia Tschui (geboren 1974) Journalistin, Grafikdesignerin und Animationsfilmerin hat für ihren Roman eine Kunstsprache geschaffen, ganz nah am Dialekt. Das passt zu der Geschichte, die in der Schweiz des 19. Jahrhunderts angesiedelt ist und von der musikalisch hochbegabten Elsie berichtet, die auf einem kleinen Pachthof verkümmert. Ein düsteres Schweizer Märchen, das nichts beschönigt und gnadenlos realistisch die gewaltgesättigte Atmosphäre der damaligen Zeit schildert.

»Wer sich mit Dialekten auskennt, würde meinen Text wahrscheinlich in den 1950er-Jahren verorten«, so Tschui. Statt alte Sprachlexika zu plündern, hat sie die Wörter ihren Grosseltern abgelauscht. Wie Jeremias Gotthelf, Friedrich Glauser oder Zeitgenossen wie Franz Hohler und Pedro Lenz bringt Tschui den Dialekt so eigenständig und humoristisch in ihrer Satzmelodie unter, dass das Lesen und noch mehr das Hören ein Genuss sind.

Es liest: Dagny Gioulami.

Vorschläge für Ihre Buchpatenschaft in Blindenschrift
Orhan Pamuk: Die rothaarige Frau

Als er die Schauspielerin zum ersten Mal im Theaterzelt sieht, ist Cem nur der einfache Lehrling des Brunnenbauers Murat. Sie ist schön, ihr rotes Haar leuchtet wie Feuer. Je stärker sich der Lehrling zu der Rothaarigen hingezogen fühlt, desto mehr entfremdet er sich von Meister Murat, der für ihn wie ein Vater geworden war. Als ein schrecklicher Unfall passiert, flieht Cem nach Istanbul. Jahrzehnte später kehrt er an jenen Brunnen zurück, wo er etwas Ungeheures entdeckt. Orhan Pamuk erzählt mit klassischer Wucht eine Geschichte von Vätern und Söhnen, von Liebe und Verrat, von Schuld und Sühne in der Türkei, einem Land, das noch immer zwischen Tradition und Moderne zerrissen ist.

Jürgen Kaube: Die Anfänge von allem

Seit wann gibt es den aufrechten Gang, und wie entstand das Wunder der Sprache? Wie kamen Religion, Recht, Handel, Geld, Musik oder Städtebau in die Welt? Wann begannen die Menschen, ihre Toten zu bestatten, und warum schätzen die meisten Kulturen die Monogamie? Jürgen Kaube, Herausgeber der FAZ und renommierter Wissenschaftsautor, schildert spannend, aufschlussreich und immer wieder überraschend, wie die menschliche Kultur entstand – ein Buch über die Anfänge all dessen, was Menschsein für uns heute ausmacht.

Melinda Nadj Abonji: Schildkrötensoldat

Zoltán Kertész ist ein Aussenseiter in einem kleinen Ort in Serbien. Als 1991 der jugoslawische Bürgerkrieg ausbricht, sehen die Eltern das als Chance für ihren Sohn: In der Volksarmee soll der »Taugenichts«, der »Idiot« zuerst zum Mann und dann zum Helden werden. Melinda Nadj Abonji erzählt vom sanften Widerstand der Phantasie gegen die Beschränkungen eines Systems, das nur Befehl, Gehorsam und Unterwerfung kennt. In ihrem neuen Roman »Schildkrötensoldat« schildert sie in einer schwingenden, musikalischen Sprache und in eindringlichen, beschwörenden Bildern die Kraft des vogelwilden Denkens.

Folgende Buchtitel können dank einer Patenschaft produziert werden

Hörbuch
Sibylle Elam: Es soll dort gut sein
Im Gedenken an Hanny und Willi Vetterli

Hörbuch
Fjodor Dostojewskij: Ein grüner Junge
Ermöglicht durch J. Carl Fridlin Gewürze AG

Hörbuch
Thomas Mann: Essays, Band 3
Ermöglicht durch eine anonyme Patenschaft

Hörbuch
Rolf von Siebenthal: Höllenfeuer
Ermöglicht durch eine anonyme Patenschaft

Who's who

Manfred Muchenberger, Abteilungsleiter Medienverlag

Ihre Aufgabe in der Blindenbibliothek?

Als Abteilungsleiter Medienverlag halte ich die Produktion der SBS in Schwung. Zudem bin ich Mitglied der SBS-Geschäftsleitung.

Ihre Motivation, für die Blindenbibliothek zu arbeiten?

Ich schätze es extrem, dass unsere Arbeit ganz direkt unseren Nutzern zugutekommt. Meiner Meinung nach gibt es kaum eine sinnvollere Arbeit. Ausserdem kann ich neben meiner Führungsarbeit meine Technikaffinität in unseren zukunftsgerichteten Projekten ausleben.

Welche Eigenschaften schätzen Sie bei Ihren Kolleginnen und Kollegen am meisten?

Ich schätze es, dass mir meine Kollegen ihre Ansichten offen mitteilen. Als weitere Eigenschaften schätze ich deren Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit.

Und welches ist Ihre wichtigste Eigenschaft?

Fairness und Flexibilität, aber auch das Anpassen strategischer Pläne an neue Erkenntnisse.

Brauchen Sie Bücher, um glücklich zu sein?

Ja!

In welcher Form geniessen Sie Literatur und wie häufig?

Ich lese ausnahmslos jeden Tag, entweder mit einem E-Book-Reader oder in einem gedruckten Buch.

Welches Buch hat Sie besonders geprägt – und warum?

Es sind mehrere, wie zum Beispiel die Romane von Jules Verne. Die Faszination des Reisens, des Meeres und von Erfindungen hat mich schon als Kind gepackt.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen – und warum?

»Fisch-Mafia« von Eskil Engdal – weil mich die wichtige Arbeit von Sea Shepherd für den Schutz unserer Meere sehr beeindruckt.

Welches Buch würden Sie selbst gerne schreiben?

Ein Buch zu schreiben, traue ich mir nicht zu. Ich schreibe aber immer wieder Artikel für die Tauchzeitschrift »taucher revue«.

Sie können uns drei Bücher ans Herz legen ...

»The Dancing Wu Li Masters« von Gary Zukav, »Gemeinwohl-Ökonomie« von Christian Felber, Die 41 »Discworld«-Fantasy Romane von Terry Pratchett

Ihre Lieblingsbeschäftigung neben der Literatur?

Mit Abstand meine grösste Leidenschaft ist das Tauchen!

In fünf Sätzen:

In Basel absolvierte ich eine Lehre als Fernseh- und Radioelektroniker, dann das Fachhochschulstudium Elektrotechnik. Anschliessend tüftelte ich als Entwicklungsingenieur bei Thomson Multimedia in Zürich am Fernsehgerät der Zukunft. Parallel dazu bildete ich mich im Projektmanagement weiter. Als Projektleiter Digital TV bei Cablecom blieb ich dem Fernsehen treu bis ich 2003 zur SBS wechselte. Parallel dazu habe ich ein Nachdiplomstudium in Betriebswirtschaft gemacht. Ich lebe mit meiner Frau und unseren Katzen in einem Häuschen am Stadtrand von Uster.

SBS Märchenbücher

»Sieben auf einen Streich!« Die Grimm-Märchenbücher der SBS

Kennen Sie schon die SBS-Märchenbücher? Seit 1960 produziert die SBS jedes Jahr ein Grimm-Märchen, das im August an unsere Spenderinnen und Spender verschickt wird. Die Märchen haben sich zu begehrten Sammlerobjekten entwickelt. Seit 2014 erscheinen die Märchenbücher mit Illustrationen des bekannten Schweizer Grafikers Herbert Leupin. Den Anfang unserer Leupin-Serie machte »Der gestiefelte Kater«. Vom 15.6.-14.10.2018 wird im Landesmuseum Zürich die Ausstellung »Joggeli, Pitschi + Globi. Beliebte Schweizer Bilderbücher« stattfinden. Herbert Leupin wird mit seinen Märchen ebenfalls vertreten sein.

Dieses Jahr fiel die Entscheidung auf – haben Sie es vielleicht schon am Titel erraten? – »Das tapfere Schneiderlein«. Wir hoffen, dass wir Ihnen und Ihrer Familie damit eine Freude bereiten. Dank Ihrer Spenden kann die SBS viele wichtige Produktionen für Blinde, Seh- und Lesebehinderte fortführen.

Die Ausgaben aus den Jahren 1960 bis 2011 sind leider vergriffen. Doch folgende Exemplare sind noch lieferbar:

2012 Aschenputtel
2013 Der Wolf und die sieben jungen Geisslein
2014 Der gestiefelte Kater
2015 Schneewittchen
2016 Hans im Glück
2017 Frau Holle

Ihre Nachbestellungen nehmen wir gerne entgegen unter der Telefonnummer 043 333 32 32 oder per E-Mail an spenden@sbs.ch. Im Namen unserer Kundinnen und Kunden danken wir Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung!

Tatort SBS

Einladung zum Tag der offenen Tür

30. JUNI 2018, 9.00-16.00 UHR

Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte
Grubenstr. 12, 8045 Zürich
www.sbs.ch/offenetuer

Impressum

dialog Nr. 32 – April 2018
dialog, das Magazin der SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte
Redaktionsleitung und Produktion: Sabrina Nepozitek, www.sbs.ch
Textredaktion und Beratung: trieloff kommunikation, www.trieloff.ch
Grafik Design und Satz/Illustrationen: JoosWolfangel, www.jooswolfangel.ch
Titelbild/weitere Fotos: Matthias Auer, www.auerfoto.ch
© SBS 2018
Verlag: SBS Schweizerische Bibliothek für Blinde, Seh- und Lesebehinderte
Grubenstrasse 12
CH-8045 Zürich
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dialog Nr. 32 (00:22) Start
1 Editorial (02:36) Start
2 Interview. Im Dialog mit Elisabeth Sinstadt (13:08) Start
3 Freundschaftsderby. SBS und SJW punkten seit zehn Jahren in der Topliga (07:52) Start
4 Lexikon: Vertrag von Marrakesch (02:11) Start
5 Buchpatenschaft (13:52) Start
6 Who's who. Manfred Muchenberger (03:46) Start
7 SBS Märchenbücher (02:28) Start
8 Tatort SBS. Einladung zum Tag der offenen Tür (00:30) Start

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